Nürburgring: Drehtheater war genehmigt


Das Drehtheater „Grüne Hölle“ im Ring-Werk am Nürburgring und dessen Nutzung waren genehmigt. Das stellt die Kreisverwaltung Ahrweiler in einer Pressemeldung klar. Medienberichte, wonach es seitens des TÜV-Rheinland keine geltende Genehmigung gab, seien nicht nachvollziehbar. Die Anlage sei wegen eines abgerissenen Stahlrohrs zurzeit stillgelegt, so die Kreisverwaltung weiter.

Zuständig für die Erteilung der Betriebserlaubnis sei die Kreisverwaltung und nicht der TÜV. Bei Genehmigungsverfahren komplexer technischer Anlagen würden in der Regel externe Sachverständige hinzugezogen. Bei der Genehmigung des Drehtheaters gab es laut Kreisverwaltung einen dreistufigen Prozess.

In einer ersten Phase wurde geprüft, ob überhaupt ein Probebetrieb erfolgen darf. Diesem Probebetrieb hat der hinzugezogene TÜV am 11. August 2009 befristet bis 30. September zugestimmt. In der zweiten Phase hat die Kreisverwaltung die Inbetriebnahme der Attraktion mit Bescheid vom 14. August genehmigt. Bedingung hierfür war, dass laut Sachverständigen-Gutachten vor Inbetriebnahme keine sicherheitstechnischen Bedenken bestehen und eventuell festgestellte Mängel behoben sind. Die Nürburgring GmbH hat die Einhaltung dieser Bedingungen schriftlich zugesichert.

In der dritten Phase erfolgte dann die endgültige technische Abnahmeprüfung durch den TÜV. Am 10. September stellte der TÜV unter anderem fest, dass „die ermittelten Messwerte aus dem Probebetrieb alle im zulässigen Bereich liegen.“ Außerdem berichtete der TÜV von kleineren Mängeln, etwa der fehlenden Überarbeitung der Elektroschaltpläne und der fehlenden Sprechverbindung zum Show-Raum. Das TÜV-Prüfungsergebnis insgesamt lautete dann: Unter Beachtung bestimmter Auflagen – etwa zur Beschilderung und dem aus zwei Personen bestehenden Bedienungspersonal – sowie der Beseitigung der dargelegten Mängel „bestehen gegen eine Inbetriebnahme keine Bedenken.“

Wie die Kreisverwaltung abschließend meldet, wird die erneute Betriebserlaubnis für die zurzeit stillgelegte Anlage erst dann erteilt, wenn alle Bedenken ausgeräumt sind.




© Kreisverwaltung Ahrweiler - 13.12.2009